Sybiracy_VEREIN DER SIBIRIER [DE]

VEREIN DER SIBIRIER

Związek Sybiraków (deutsch: Verein der Sibirier)– im Jahre 1928 gegründete Organisation, die die ehemaligen nach Sibirien Verbannten vereint, die in Polen allgemein „Sibirier“(Sybiracy) genannt werden. Mission des Vereins ist die Sorge um die Erinnerung an die Tragödie der Repressionen des polnischen Volkes durch Russland unter dem Zaren und später die Sowjetunion im Bewusstsein der Polen.

Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges setzte der Verein seine Tätigkeit aus, die Wiederaufnahme nach 1945 war aus politischen Gründen nicht möglich. So kam es erst im Dezember 1988 zur Reaktivierung der Organisation.

Im August 1988 entstand im Milieu der Verbannten in Giżycko eine Initiativgruppe, der Stanisław Mazur, Rajmund Pakulnis, Michał Jasudowicz, Wincenty Czywil, Jerzy Andrzejczuk, Ewa Drewnikowska sowie Jadwiga Stankiewicz angehörten und die die Gründung einer Außenstelle des Vereins der Sibirier anstrebte.Am ersten Treffen am 23. März 1989 nahmen mehr als 400 Sibirier teil. Die Entstehung des Kreises des Vereins der Sibirier in Giżycko erfolgte am 23. Juni 1989 durch einen Beschluss des Wojewodschaftsvorstands der Organisation in Suwałki.

Vorsitzende des Vereins waren danach Stanisław Mazur, Rajmund Pakulnis, Henryk Dawsiewicz, Bohdan Kościukiewicz, Piotr Suchocki sowie Michał Jasudowicz (seit 2006). Seit Juli 2018 hat der Verein der Sibirier in Giżycko 112 Mitglieder.

Von Anfang an nahmen die nach Sibirien Verbannten und die AK-Soldaten aus Giżycko aktiv am gesellschaftlich-patriotischen Leben der Stadt teil. Durch ihre Aktivitäten fördern sie die in den Satzungen ihrer Organisationen enthaltenen Ideen unter der Jugend und den Einwohnern der Stadt. Dank ihrer Sorge um die Aufrechterhaltung der Erinnerung an ihre Waffen- und Leidensbrüder wurde auf dem kommunalen Friedhof das Kreuz von Katyn (1990) und ein Obelisk zum Gedenken an die AK-Soldaten und die nach Sibirien Verbannten (1998)errichtet.2018 wurde der Grünanlage in der Nähe des Denkmals der AK-Soldaten und der nach Sibirien Verbannten der Name „Platz der AK-Soldaten und der nach Sibirien Verbannten“verliehen.

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