AK_DIE POLNISCHE HEIMATARMEE [DE]

DIE POLNISCHE HEIMATARMEE

Die Armia Krajowa (abgekürzt AK; deutsch: polnische Heimatarmee) war eine konspirative militärische Organisation. Sie war zur Zeit der deutschen und sowjetischen Besetzung in den Jahren 1939 – 1945 auf dem Gebiet des Polnischen Staates in den Grenzen vor dem 1. September 1939 tätig. Die Heimatarmee entstand durch die Umgestaltung des am 27. September 1939 berufenen Służba Zwycięstwu Polski (deutsch: Dienst für den Sieg Polens) in den am 13. November 1939 gegründeten Verband für den Bewaffneten Kampf (Związek Walki Zbrojnej – ZWZ). Am 14. Februar 1942 wurde durch den Befehl des Oberbefehlshabers der polnischen Streitkräfte, General Władysław Sikorski,
die ZWZ in die Heimatarmee umbenannt.

Die Heimatarmee unterstand dem Oberbefehlshaber und der polnischen Exilregierung in London und stellte einen integralen Bestandteil der polnischen Streitkräfte dar. Nach dem Ende des Krieges wurden die Soldaten der AK von den Machthabern der Volksrepublik Polen verfolgt und schikaniert. Viele von ihnen wurden ungerecht verurteilt, darunter auch zur Todesstrafe.

Im März 1990 wurde der Weltverband der Soldaten der Heimatarmeegegründet, der Mitglieder der AK und anderer die um die Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens kämpfender militärischer Organisationen umfasste, die im 2. Weltkrieg der polnischen Exilregierung unterstellt waren.

Fast gleichzeitig entstand Auβenstelle dieser Organisation in Giżycko. Die Mitgliedsdeklarationen unterzeichneten damals 115 ehemalige AK-Soldaten, die im Kreis Giżycko wohnten. Erster Vorsitzender des Vereins in Giżycko wurde Romuald Andrzejewski, alias „Raczek“, nach ihm folgte (1993) Stefan Ejsmont, alias „Wir“, „Mars“. Im Jahre 1999 wurde Andrzej Lessman, alias „Konar“, Vorsitzender des Vereins. Die AK-Soldaten aus Giżycko erhielten am 3. Mai 1992 eine Organisationsfahne, die aus den Mitgliedsbeiträgen der Mitglieder des Vereins, den Spenden der Soldaten der Garnison Giżycko, der kommunalen Behörden, der Betriebe und der Einwohner der Stadt finanziert wurde.

Von Anfang an nahmen die nach Sibirien Verbannten und die AK-Soldaten aus Giżycko aktiv am gesellschaftlich-patriotischen Leben der Stadt teil. Durch ihre Aktivitäten fördern sie die in den Satzungen ihrer Organisationen enthaltenen Ideen unter der Jugend und den Einwohnern der Stadt. Dank ihrer Sorge um die Aufrechterhaltung der Erinnerung an ihre Waffen- und Leidensbrüder wurde auf dem kommunalen Friedhof das Kreuz von Katyn (1990) und ein Obelisk zum Gedenken an die AK-Soldaten und die nach Sibirien Verbannten (1998)errichtet.2018 wurde der Grünanlage in der Nähe des Denkmals der AK-Soldaten und der nach Sibirien Verbannten der Name „Platz der AK-Soldaten und der nach Sibirien Verbannten“verliehen.

 

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